Hier eine Zusammenfassung einiger Symptome der Selbstentfremdung:
- Wir begegnen uns selbst und anderen nicht so, wie wir wirklich sind.
- Wir leben nicht aus einem Kern wahrer Stärke.
- Wir identifizieren uns mit einer falschen Version von uns selbst
- Wir verlassen uns auf die öffentliche Meinung anstatt auf unsere eigenen Überzeugungen.
- Wir operieren von Verteidigungsanlagen aus, die wir über viele Jahre fleißiger Arbeit zu Festungen ausgebaut haben.
Die Folge ist, dass wir uns müde und apathisch fühlen und daran gehindert werden, unser Leben voll auszuschöpfen. Wir empfinden dann Wut und Schuldgefühle wegen etwas, das wie Faulheit aussieht.
Diese Faulheit ist jedoch ein weiteres Symptom unserer Selbstentfremdung.
Wir halten Faulheit für einen einfachen Fehler.
Aber wir müssen genauer hinschauen.
Das können wir nicht einfach mit unserem Willen wegzaubern. Wir können es aber angehen, wenn wir unsere Selbstentfremdung überwinden.
Wenn wir in unserem innersten Wesen verankert sind, werden wir weder faul noch apathisch sein.
Wir werden nicht untätig bleiben wollen.
Wir werden Ruhe und Entspannung genießen, aber das bedeutet nicht, faul zu sein. Wir werden jeden Tag voller Lebensfreude in den Fluss des Lebens eintauchen. Unsere Energie wird sich wieder auffüllen und regenerieren.
Auch das ist keine altersbedingte Frage.
Tatsächlich ist Energieverlust nicht natürlich. Junge Menschen verfügen zwar über einen gewissen Energievorrat, der sich trotz vieler Hindernisse aufgebraucht.
Doch wenn dieser Vorrat erst einmal aufgebraucht ist, ist er weg.
Selbstentfremdung blockiert unsere Fähigkeit, Energie zu regenerieren. Obwohl unsere Energie mit dem Alter scheinbar abnimmt, ist das Alter nicht die Ursache.
Diese Denkweise verstärkt diese Illusion.
Und wie sieht es mit zwanghafter Überaktivität aus? Wie passt das ins Bild?
Es hat dieselbe Ursache wie Energieverlust und ist lediglich ein anderer Ansatz. Es ist ein Kampf gegen Faulheit, der am Kern der Sache vorbeigeht.
Da wir die Ursache des Problems nicht verstehen, missbilligen wir eines seiner Symptome – die Faulheit – und bekämpfen genau dieses. Dies ist ein unsicheres Mittel und nicht besser als Faulheit selbst.
Die Wurzel ist identisch.
Überaktive Menschen sehnen sich oft insgeheim danach, nichts zu tun.
Der einzige Weg, unser Schicksal wirklich zu verwirklichen, besteht darin, eine Tätigkeit zu finden, die uns an sich sinnvoll ist – sodass wir mit ihr im Einklang sind. Dafür lohnt es sich anzustreben.
Tatsächlich agiert jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad mit einer gewissen Verstellung. Wenn wir uns dessen bewusst werden, wie wir das selbst tun, besitzen wir den Schlüssel, den wir benötigen, um unser wahres Selbst zu erkennen.
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