Der Pathwork Guide definiert Gnade als etwas Allgegenwärtiges, nicht als etwas, das selektiv gewährt wird. Anstatt eine Belohnung von außen zu sein, durchdringt Gnade das gesamte Leben – sie ist der natürliche Zustand eines Universums, das im Grunde wohlwollend, unterstützend und auf Wachstum ausgerichtet ist.

Die Herausforderung besteht nicht darin, Gnade zu empfangen, sondern sie zu erkennen und zu erfahren, indem wir die inneren Blockaden beseitigen, die unsere Wahrnehmung verzerren.
Der Leitfaden erklärt, dass diese Blockaden auf Angst, falschen Überzeugungen und einem tiefsitzenden Gefühl innerer Armut beruhen. Wenn wir glauben, in einer begrenzten, unbarmherzigen Welt zu leben, beginnen wir, „auf einem Defizit aufzubauen“ – wir schichten positive Absichten auf unreflektierte Negativität. Dadurch entstehen instabile Fundamente, die schließlich sowohl innerlich als auch äußerlich zusammenbrechen.
Ein zentrales Gesetz ist die Einheit von Geben und Nehmen. Wenn wir aus Angst, Misstrauen oder Scham zurückhalten, unterbrechen wir diesen natürlichen Fluss und verstärken die Illusion von Mangel. Wahre Fülle beginnt, wenn wir es wagen, aus Vertrauen heraus zu geben, noch bevor wir uns sicher fühlen.
Der Leitfaden betont außerdem, wie wichtig es ist, unsere innere „Verletzung“ – die verborgenen Ängste, Schuldgefühle und Verzerrungen, die wir hinter einer Fassade verbergen – offenzulegen. Indem wir uns diesen ehrlich stellen, beenden wir die Verstärkung negativer Verhaltensmuster und beginnen, auf der Wahrheit aufzubauen.
Letztendlich bedeutet ein Leben in Gnade, sich mit der Realität so in Einklang zu bringen, wie sie wirklich ist: im Überfluss vorhanden, miteinander verbunden und getragen von einem kontinuierlichen Fluss des Gebens und Empfangens.
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