Wie man unseren Verstand benutzt, um aufzuwachen

Nun stellt sich die Frage: "Wie ist ein Mensch in dieser neuen Ära?" Die neue Person wird ein Gefäß für das göttliche Bewusstsein sein. Die neue Person funktioniert nicht aus ihren gewohnheitsmäßigen Gedanken. Seit Jahrhunderten entwickeln wir Menschen unseren Intellekt. Dies musste gepflegt werden, damit unser Ego-Geist seine Rolle als wichtiger Sprungbrett in der Evolution der Menschheit erfüllen konnte. Aber jetzt haben wir durch unsere Überbetonung die Marke überschritten. Dies bedeutet nicht, dass es jetzt an der Zeit ist, wieder blind zu werden und nur unserer emotionalen „Wunschnatur“ zu folgen. Stattdessen bedeutet es, dass es Zeit ist zu lernen, wie wir unseren Geist zum Aufwachen einsetzen können. Es ist Zeit, sich einem höheren Bewusstseinsbereich in uns zu öffnen und dieses Licht scheinen zu lassen. Unser wahres Selbst ist bereit sich zu entfalten.

Es gab eine Zeit in der Geschichte, in der es für die Menschen sehr schwer war zu denken. Wir konnten keine Situationen klären, Ideen abwägen, an Informationen festhalten, uns an das erinnern, was uns beigebracht worden war - kurz gesagt, wir wussten nicht, wie wir unser Gehirn benutzen sollten. Damals war der Gebrauch unserer geistigen Fähigkeiten für uns so schwierig, wie es jetzt zu sein scheint, unser Höheres Selbst zu kontaktieren.

Seit Jahrhunderten glauben die Menschen, dass intellektuelle Fähigkeiten die höchste Form der Entwicklung darstellen. Viele glauben das immer noch.

In dieser neuen Ära wird die neue Person ein neues inneres Gleichgewicht hergestellt haben. Und in diesem neuen System wollen wir den Intellekt nicht auslassen. Es ist ein wichtiges Instrument, das uns weiterhin dienen und sich jetzt mit dem größeren Bewusstsein vereinen muss.

Seit Jahrhunderten glauben die Menschen, dass intellektuelle Fähigkeiten die höchste Form der Entwicklung darstellen. Viele glauben das immer noch. Solche Menschen bemühen sich also nicht, tiefer oder weiter in ihre innere Natur hinein zu reisen, wo sie, wenn sie schauen, einen weitaus größeren Schatz finden würden.

Das heißt, viele spirituelle Bewegungen sind entstanden, die den Geist völlig inaktivieren und verwerfen. Dies ist ebenso unerwünscht, da es nicht zu einer Vereinigung kommt, sondern zu Spaltungen führt. Obwohl jedes dieser Extreme eine gewisse Gültigkeit hat, hat sich jedes in Halbwahrheiten verloren.

Schauen wir uns ein anderes Beispiel an. In der Vergangenheit waren die Menschen unverantwortlich und undiszipliniert und verhielten sich eher wie Bestien, um ihre unmittelbaren Wünsche zu befriedigen. Sie wurden von ihren Wünschen und Emotionen angetrieben, nicht von Moral oder Ethik. In dieser Phase unserer Entwicklung war die Entwicklung unseres Intellekts hilfreich und hatte eine Funktion. Unsere Intelligenz könnte dann als scharfes Werkzeug zum Lernen und Treffen von Entscheidungen dienen.

Aber wenn es dort aufhört, verwandelt sich das Ganze in eine Farce. Denn dies passiert, wenn eine Person nicht von ihrer Göttlichkeit belebt wird - sie wird zu einer Farce. Aus dem gleichen Grund ist es eine gute Idee, zu üben, den Geist vorübergehend zu inaktivieren, und dies wird auch als Teil dieser Lehren empfohlen. Aber unseren Geist so zu behandeln, als wäre er der Teufel - und deshalb zu versuchen, ihn aus unserem Leben zu verdrängen -, ist wirklich falsch.

Jedes Mal, wenn wir in einem der beiden Extreme gefangen sind, sind wir nicht voll. Denn wir müssen alle unsere Fähigkeiten in gutem Zustand haben, wenn wir unsere Göttlichkeit ausdrücken wollen. Ohne unseren Verstand verwandeln wir uns in eine passive Amöbe. Umgekehrt verwandeln wir uns in einen hyperaktiven Roboter, wenn dem Geist unsere höchste Fähigkeit zugeschrieben wird. Der Geist ist dann nichts weiter als eine computergesteuerte Maschine.

In der neuen Ära muss der Geist das weibliche Prinzip der Empfänglichkeit ausdrücken.

Wir können nur dann wirklich am Leben sein, wenn wir in der Lage sind, den Geist mit dem Geist zu verbinden, so dass der Geist von Zeit zu Zeit das weibliche Prinzip ausdrücken kann. Bis jetzt haben wir den Geist mit dem männlichen Prinzip verbunden, bei dem es um Handeln, Antrieb und Kontrolle geht. In der neuen Ära muss der Geist das weibliche Prinzip der Empfänglichkeit ausdrücken.

Empfänglich zu werden bedeutet nicht, dass wir jetzt passiv werden. In gewisser Weise werden wir aktiver sein, denn wir werden unabhängiger als zuvor. Denn wenn unser Geist vom inneren Gottbewusstsein inspiriert wird, müssen wir dies in die Tat umsetzen. Aber unser Handeln wird harmonisch und mühelos sein - und nicht wie ein Krampf.

Wenn wir zulassen, dass unser Geist empfänglich ist, lassen wir unseren Geist mit dem höheren Geist füllen, der in uns wohnt. Von hier aus werden wir ganz anders funktionieren, da das Leben für immer neu und aufregend sein wird. Unsere Routinen werden nicht zu Spurrillen. Nichts wird abgestanden. Nichts wird überflüssig.

Denn unsere Geister sind immer am Leben und verändern und erneuern sich für immer. Dies ist die Art von Energie und Erfahrung, die immer mehr aus unserem Zentrum fließen kann, wo sich der neue Zustrom so stark bewegt.

–Jill Loree

Von Nach dem Ego: Einblicke aus der Pfadarbeit® Anleitung zum Aufwachen, Kapitel 12: Aus Leere erschaffen.

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